

| Die Nanotechnologie ist eine der Schlüsseltechnologien
des 21. Jahrhunderts und wird zunehmend in viele Lebens- bereiche Einzug halten. Deutsche Unternehmen besetzen weltweit eine Spitzenposition und engagieren sich für einen verantwortungsbewussten und nachhaltigen Umgang mit der Nanotechnologie. Es gilt, die großen Potenziale der Nano- technologie für Wirtschaft und Gesellschaft sinnvoll und verantwortungsbewusst zu nutzen, aber auch mögliche Risiken zu bewerten und Gefahren für unsere Umwelt und Gesundheit auszuschließen. Die Nanotechnologie beschäftigt sich mit Teilchen,
die nur wenige Nanometer groß sind. Ein Nanometer entspricht
einem Milliardstel Meter. Nanoteilchen und Nanostrukturen sind nur
aus sehr wenigen Atomen oder Molekülen zusam- Nanoprodukte werden heute bereits vielfältig angewendet. Beispiele sind Zusatzstoffe für Farben und Kosmetika, die den Produkten neue Eigenschaften verleihen oder auch Beschichtungen, die schmutzabweisend, selbstreinigend oder sogar desinfizierend wirken. Bei hydrophoben Beschichtungen reduziert sich
die Kontaktfläche, so dass sich Schmutz nicht festsetzen kann.
Regenwasser formt sich zu Tropfen, welche beim Abperlen den Schmutz
größtenteils aufnehmen und mit sich führen. Die so
erzielten Eigenschaften reduzieren den Reinigungsaufwand und schützen
die Oberfläche nachhaltig vor Verschmutzung, Alterung und aggressiven
Umwelt- Eine photokatalytische Titandioxid-Beschichtung wird
bei Licht super-hydrophil. Eine solche Oberfläche hat entschei- Wasser verteilt sich als dünner Film auf
der Oberfläche. Während des Regens sind keine störenden
Tropfen auf einer Glasscheibe zu sehen. Die Durchsicht ist deutlich
besser als bei einer unbeschichteten Scheibe. Wenn es heiß ist,
fördert dieser dünne Wasserfilm die Verdunstung und so die
Abkühlung des Gebäudes. Das spart Energie und schont die
Umwelt.
|

